Zweigelt Classic: einmal ist keinmal.

Zweigelt ist Trinkfreude in Reinkultur. Daher dominiert diese unglaublich vielseitige, einheimische Sorte mit 40% ganz kräftig unseren Sortenspiegel. Als Zweigelt Classic stammt er aus verschiedenen südostexponierten Lagen im Weinbaugebiet Carnuntum, wo die 7 bis zu 45-jährigen Reben auf lehmig bis schottrigen Böden hervorragende Bedingungen vorfinden voll auszureifen. Dieser interessante Mix aus jungen und alten Reben ist dabei Garant für die Zweigelt-typische Vielschichtigkeit, Frucht und Würze, die diesen Klassiker so animierend macht und einen leicht zu einem weiteren Glas verführt. Wie gesagt: einmal ist keinmal.

2015: Kräftiger Duft nach Kirschen und blauen Beeren, saftig und dicht am Gaumen, kühl-würzige, dunkelbeerige Frucht im weich ausklingenden Gaumen, feine Tannine.

13,0 vol% alc./5,1 g/l Säure/1,8 g/l RZ, trocken


Sankt Laurent Classic: großer, kleiner Bruder.

Der klassische Sankt Laurent ist sozusagen der kleine Bruder der Sankt Laurent Reserve, dennoch handelt es sich bei ihn um keinen kleinen Wein. Im Gegenteil. Stammen doch seine Trauben von bis zu 35-jährigen Reben ebenfalls aus herrlich sonnenexponierten, steinig-kalkigen Lagen, wie sie dieser anspruchsvollen Sorte sehr entgegenkommen. Übrigens: wenn Sie es nicht weitersagen, verraten wir ihnen ein Geheimnis. Was ihn so besonders „burgundig“ macht, sind 10% vom besten Pinot Noir, die laut Weingesetz gerade noch keine Cuvée aus ihm machen, aber ihm den letzten Schliff geben.

2015: Würziger Duft nach Wildkirschen, dunklen Holunderbeeren und Mandeln, burgundische Fruchtstellung, saftig und elegant mit finessenartiger Struktur, feinkörnige Tannine. Cuvée: 90% St. Laurent, 10% Pinot Noir

12,6 vol% alc./5,5 g/l Säure/2,0 g/l RZ, trocken


Rubin Carnuntum: De Gustibus non disputandum est.

Wiewohl die Römer die einst Carnuntum begründeten und bewohnten, naturgemäß keinen Zweigelt kannten, hätten sie diesen von bis zu 45-jährigen Reben bestimmt mit Freuden genossen. Bringt dieser Wein im Zeichen des Heidentores doch alles mit, was man sich von einem vielseitigen, kräftigen Rotwein wünschen kann. Farbe, Duft, Körper und schöne Extraktsüße, die immer Lust auf noch einen Schluck macht. Kurz: ein Klassiker für jeden Tag und jede Gelegenheit.

2015: Tiefdunkles Rubingranat mit opakem Kern, würziger Duft nach schwarzen Kirschen und blauen Beeren, kräftiger Körper, sublime Exktraktsüsse und feste Tannine, gutes Entwicklungspotential.

13,4 vol% alc./5,7 g/l Säure/1,3 g/l RZ, trocken


Das Profil zeigt einen dunklen, lehmigen Humushorizont aus feinkörnigen Ablagerungen, die zwischen 6,1 und 11,6 Millionen Jahre alt sind und auf die auf die Fluss- und Seenlandschaft des ehemals vom Meer erfüllten, verlandenden Wiener Beckens verweisen. Das Profil zeigt zahlreiche Wühlspuren von Bodenlebewesen und ist bis in 105 cm Tiefe im Feinanteil kleiner 2 mm stark kalkhaltig, der unterste Teil des Profils ist deutlich dunkler, sandiger und kalkarm, aber reich an quellfähigen Mineralen. Der Karbonatgehalt liegt im Feinanteil des Oberbodens bei 30 % und nimmt in einem stufenweisen Auf und Ab gegen unten ab. Der Gehalt an Spurenelementen ist relativ hoch. Der pH-Wert steigt von oben nach unten leicht an und liegt zwischen 7,3 und 7,5.

Der in geschützter Lage nach Südosten abfallende Neuberg ist für uns recht untypisch, da der Boden äußerst tonreich und lehmig ist. In heissen Sommern ein unschätzbarer Vortei, da er dadurch gut Wasser für die Reben speichern kann. Am leichten Oberhang steht Sauvignon blanc, auf dem schweren, kräftigen Lehmboden des Hangfußes wachsen Zweigelt und Blaufränkisch.

Neuberg: aus bester Tallage.

Der nach der begünstigten, windgeschützen und leicht nach Südosten abfallenden Lage benannte Neuberg ist sozusagen der große kleine Bruder des Bärnreiser und mit fast 80% einheimischen Rebsorten ein klassischer Österreicher. In Verbindung mit dem eher jüngeren Rebbestand (rund 20 Jahre) bringt der Neuberg immer sehr charakterstarke Weine hervor, die stets ein wenig früher zugänglich sind als die großen vom Bärnreiser oder Schüttenberg. Dank des etwas höheren Merlot-Anteils zeigt er sich zudem auch ein wenig unkomplizerter und lockerer.

2015: Tiefdunkles Rubingranat mit opakem Kern, kühlwürziger Duft nach dunklen Beeren und gedörrten Zwetschken, Anklänge von feinem Cassisconfit, kräftiger Körper, feine Länge und markante Tannine im Fond.

Cuvée: 50% Zweigelt, 35% Blaufränkisch und 15% Merlot

13,7 vol% alc./5,6 g/l Säure/1,0 g/l, RZ trocken


Pinot Noir Reserve: nicht jedermanns Sache.

Der Pinot Noir ist bekannermaßen eine Sorte, an der sich die Geister scheiden. Finden die einen das typische „Stinkerl“ zum Nase rümpfen, sind andere diesem burgundigsten der Burgunder mit Leib und Seele verfallen. Wie wir. Deshalb kultivieren wir ihn in den steinig-kalkigen Lagen Rosenberg und Scheibner, die nicht nach Süden, sondern nach Osten exponiert sind. Das führt zu starken Temperaturschwankungen im Tagesverlauf (heißer Tag und kühle Nacht) die es dem Pinot Noir erlauben, den unglaublichen Facettenreichtum entwickeln, den wir so an ihm lieben.

2014: Granatrot, sehr zarter Duft nach roten Beeren und Blüten sowie feinen Gewürzen, Rhabarber und Hagebutten, äußerst straffer, nahezu fragiler und mineralischer Burgunder mit präzisem, engem Tanningerüst.

13,0 vol% alc./5,1 g/l Säure/1,5 g/l RZ, trocken


Sankt Laurent Reserve: reserviert für gute Gäste.

Die besten Trauben für den Sankt Laurent Reserve reifen in der perfekt sonnenexponierten Lage Bärnreiser, aus der auch unsere gleichnamige Premiumcuvée stammt. „Dank“ den bis ein halbes Jahrhundert alten Rebstöcken, die auf den gut durchlüfteten kalkig-schottrigen Böden ideale Bedingungen vorfinden, sind die Erträge hier zwar relativ gering. Die Traubenqualität dafür selbst in durchwachsenen Jahren sehr gut, in großen schlichtweg sensationell.

2013: Feiner Duft nach schwarzen Holunderbeeren und dunklen Waldkirschen, zart florale Anklänge an Veilchen und anderen blauen Blüten, dunkelbeerig unterlegte, kühle Fruchtstellung, saftig und elegant, feinkörnige Tannine, burgundisch strukturiert.

12,8 vol% alc./5,3 g/l Säure/1,6 g/l RZ, trocken


Das Profil zeigt einen kalkhaltigen Kultur-Rohboden. Oben sehr sandig-lehmig und reich an Kies und Steinen, die aus dem darunterliegenden Schotter stammen. Das Ausgangsmaterial besteht aus 6,1 bis 11,6 Millionen Jahre alten Süßwasserablagerungen der Flüsse und Seen des damaligen Wiener Beckens. Die auffälligen Strukturen entstanden durch das wiederholte Tauen und Gefrieren des Bodens in den Kaltphasen der Eiszeit. Oben liegt der Karbonatgehalt bei 20 %, in 1,30 m bei knapp 35 %. Der Gehalt an Spurenelementen ist relativ hoch. Der pH-Wert schwankt über das Profil zwischen 7,1 und 7,5.

Vom Hausberg der Göttlesbrunner ernten wir erst seit 2006. Mit Begeisterung, da diese schottrige gut entwässerte Lage dem Zweigelt sehr liegt. Fast gleich geneigt und gewandt wie der Bärnreiser, ist der Schüttenberg kühler und zeichnet sich durch starke Temperaturunterschiede im Tagesverlauf aus. Eine Waldkuppe, die das Arbesthaler Hügelland nach Nordwesten deckt, bringt kühle Luftströme am Abend und kontrastiert die extrem hohen Tagestemperaturen, was für intensive, facettenreiche Aromenbildung sorgt.

Schüttenberg: ganz im Gegenteil.

Spannung, Definition, absoluten Lagencharakter und hohes Lagerpotential. Das schreibt man dem Zweigelt im allgemeinen nicht zu obwohl er die Basis aller großen roten Cuveés unserer Gegend und darüber hinaus darstellt. Der nach der schottrig-lehmigen, südexponierten Ursprungslage benannte Schüttenberg widerlegt sogesehen sämtliche diesbezüglichen Vorurteile und brilliert nicht nur als Lagen- sondern auch als vielschichtiger Lagerwein, der von einigen Jahren Flaschenreife profitieren wird. Wobei seine „Kondition“ sogar noch einige Jahre länger reichen könnte, als die des Bärnreiser.

2014: Tiefdunkles Rubingranat, opaker Kern, feinwürzig unterlegte, kühle Zwetschken/Kirschfrucht, tabakige Nuancen, frische Weichseln, stoffige, präsente Tannine im Abgang mit leichten Bitterschokoladeanklängen.

13,0 vol% alc./5,5 g/l Säure/1,4 g/l RZ, trocken


Das Profil zeigt einen kalkhaltigen Kultur-Rohboden. Der Oberboden ist sehr sandig-lehmig und reich an Kies und Steinen, die aus dem darunterliegenden, sandig-schluffigen Schotter stammen. Das Ausgangsmaterial besteht aus 6,1 bis 11,6 Millionen Jahre alten Süßwasserablagerungen der Flüsse und Seen des damaligen Wiener Beckens. Die auffälligen Wickelstrukturen entstanden durch das wiederholte Tauen und Gefrieren des Bodens in den nachfolgenden Kaltphasen der Eiszeit. Im Oberboden liegt der Karbonatgehalt bei 20 %, in 1,30 Meter Tiefe bei knapp 35 % zu liegen. Der Gehalt an Spurenelementen ist relativ hoch. Der pH-Wert schwankt über das Profil zwischen 7,1 und 7,5.

Der südwestlich geneigte Bärnreiser ist eine der wärmsten Lagen in unserem Umfeld und zeichnet sich dadurch aus, dass er aufgrund der vielen verschiedenen Bodenstrukturen praktisch für jede Rotweinsorte gute Bedingungen bietet. Das spiegelt sich auch in der Vielfalt der heute bewirtschafteten Weingärten wider.

Bärnreiser: alles, nur kein Honig.

Chroniken des 17. Jahrhunderts erzählen, dass in den "Pernreisern" einst die Hexen ihr Unwesen trieben und manch eine dafür ihr Leben ließ. Heute steht diese Lage für unsere Premiumcuvée aus Zweigelt, Merlot und Cabernet Sauvignon von bis zu 50-jährigen Reben. Ein Wein für ganz große Momente mit langem, langem Atem, der sich durch sein herausragendes Lagerpotential auszeichnet, das Sie allerdings nur kennenlernen, wenn Sie es „schaffen“ ihn lange genug im Keller zu lassen.

2013: Nobler Duft nach dunklen Waldbeeren und Cassis, brombeerige Würze, fester Körper mit Druck, Struktur und straffen, griffigen Tanninen, Bitterschokoanklänge, großes Potential.

Cuvée: 50% Zweigelt, 28% Merlot, 20% Blaufränkisch und 2% Cabernet Sauvignon

14,2 vol% alc./5,6 g/l Säure/1,6 g/l RZ, trocken


Das Profil zeigt einen kalkhaltigen Kultur-Rohboden. Der Oberboden ist sehr sandig-lehmig und reich an Kies und Steinen, die aus dem darunterliegenden, sandig-schluffigen Schotter stammen. Das Ausgangsmaterial besteht aus 6,1 bis 11,6 Millionen Jahre alten Süßwasserablagerungen der Flüsse und Seen des damaligen Wiener Beckens. Die auffälligen Wickelstrukturen entstanden durch das wiederholte Tauen und Gefrieren des Bodens in den nachfolgenden Kaltphasen der Eiszeit. Im Oberboden liegt der Karbonatgehalt bei 20 %, in 1,30 Meter Tiefe bei knapp 35 % zu liegen. Der Gehalt an Spurenelementen ist relativ hoch. Der pH-Wert schwankt über das Profil zwischen 7,1 und 7,5.

Der südwestlich geneigte Bärnreiser ist eine der wärmsten Lagen in unserem Umfeld und zeichnet sich dadurch aus, dass er aufgrund der vielen verschiedenen Bodenstrukturen praktisch für jede Sorte gute Bedingungen bietet. Das spiegelt sich auch in der Vielfalt der heute bewirtschafteten Weingärten wider.

Bärnreiser Reserve: kommt nur in den Besten Jahren vor.

Lange war unser Flaggschiff hier nicht zu haben, da man ihn uns quasi aus den Händen reisst. Jetzt ist er wieder (für kurze Zeit?) verfügbar. Das liegt nicht zuletzt daran, dass die Kombination von allerkargstem Boden, bis zu 50-jährigen Reben, kleinbeerigsten Trauben, steilstem Hang und der Anforderung, ihn nur in den allerbesten Jahren zu vinifizieren, extrem "wenig hergibt". Dafür ist das bißchen davon, das wir in Mikrovinifikation gänzlich ohne Technik, Zusätze, Filtration und anderem Firlefanz vinifizieren, die Quintessenz dieser besonderen Lage.


2012: Dunkles Rubingranat, violette Reflexe, in der Nase feine Edelholzwürze, Nougat, feine balsamische Nuancen, dunkle Beeren, reife Herzkirschen, zart nach Orangenzesten, sehr facettenreich, Komplex, saftiges Waldbeerkonfit, reife Zwetschken, präsente Tannine, mineralisch, lange anhaltend extraktsüßer Nachhall, großes Zukunftspotenzial.

Cuvée: 60% Merlot, 30% Zweigelt, 10% Cabernet Sauvignon

15,2 vol% alc./5,5 g/l Säure/1,5 g/l RZ, trocken